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THE TIPTONS | Donnerstag, 17. März 2011 | 20 Uhr | CCW

14 März 2011no comments Allgemein, ARCHIV

Vier Saxophone, einmal Schlagzeug – The Tiptons aus Seattle und New York sind ein Jazz’n’Folk-Ensemble der besonderen Art. Ursprünglich firmierte das quirlige Frauenquartett plus Drummer als Billy Tipton Memorial Saxophone Quartet – in Erinnerung an die Saxophonistin und Pianistin Billy Tipton, die sich einst als Mann ausgab, um in Musikerkreisen akzeptiert zu werden. The Tiptons verarbeiten eine Vielzahl von Einflüssen, vom New Orleans Jump-Groove über Hip Hop und Funk bis hin zu Swing, Klezmer und Balkan-Sound: eine Fülle von Stilen, von dieser ebenso sympathischen wie mitreißenden Band perfekt zusammengebracht!

Billy Lee Tipton (* 29. Dezember 1914 in Oklahoma City, Oklahoma; † 21. Januar 1989) wurde als Dorothy Lucille Tipton geboren. Um 1933 herum begann Tipton als Mann aufzutreten und wurde Mitglied einer Band in Kansas City. Während der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs spielte Billy unter anderem mit den Bands von Jack Teagarden und Ross Carlyle. 1954 gründete Billy das Billy Tipton Trio mit dem Schlagzeuger Dick O’Neal und dem Bassisten Ron Kilde. Sie veröffentlichten 1957 zwei Alben auf Tops Records und spielten über zehn Jahre zusammen. „Kurz vor dem Durchbruch zu nationaler Bekanntheit“ lehnte Tipton jedoch Angebote für ein längerfristiges Engagement in Reno (Nevada) und für einen 5 Alben umfassenden Plattenvertrag ab – wie vermutet wird, „um ihr Geheimnis zu schützen“. Tipton ließ sich nun als Musikagent in Spokane nieder, trat dort jedoch bis 1970 weiterhin an Wochenenden mit ihrem Trio auf.

Tipton war fünfmal verheiratet, das letzte Mal seit 1960 mit der Nachtclubtänzerin Kitty Oakes. Den Ehefrauen erzählte Billy von einem schweren Autounfall, der offene Rippenverletzungen, Genitalverstümmlung und Sterilität verursacht haben sollte. Billy adoptierte drei Jungen und war Pfadfinderführer. Nur Billys Ursprungsfamilie wusste von den weiblichen Anfängen. Nach Tiptons Tod erzählte der Bestatter der Familie die Wahrheit. Alle Frauen, Söhne und Musikerkollegen gaben an, sie hätten nicht gewusst, dass Billy physiologisch eine Frau war. Über die Gründe für das Transgender-Verhalten hat Billy sich nie verbrieft geäußert. Billys Verhalten und Kleidung wurden aufgrund des Status als Künstler zumeist mehr oder weniger akzeptiert, obwohl Billy anfänglich gar nicht versuchte, als “echter” Mann aufzutreten. Die Übernahme der Männerrolle ermöglichte Billy andererseits die Möglichkeit, als Jazzmusiker arbeiten zu können, was für Frauen zur damaligen Zeit fast unmöglich war. (Wikipedia)

Amy Denio: Alto Sax, Voice

Jessica Lurie: Alto & Tenor Sax, Voice

Sue Orfield: Tenor Sax, Voice

Tina Richerson: Baritone Sax, Voice

Chris Stromquist: Drums

Eintritt:

€ 18.- Erwachsene

€ 12.- Schüler, Lehrlinge, Studenten

für ccw.mitglieder ganze 2 € weniger!!!

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